Ob als Kinofilm oder Bestseller, Stieg Larssons Hinterlassenschaft ist derzeit der Exportschlager aus Schweden. Im Januar läuft die Miniserie auf dem ZDF.
Die Serie umfasst die drei Millenium-Bücher, die Larsson vor seinem Tod beendet hatte und dreht sich um die Kriminalpsychologische Arbeit des Journalisten Mikael Blomqvist und der Privatdetektivin Lisbeth Salander. Die junge Frau hat durch ein fotografisches Gedächtnis ein besonderes Gespür für ihre Fälle, leidet jedoch gleichzeitig an der mental anstrengenden Gabe.
Ursprünglich sollten es nach Stieg Larsson 10 Bücher werden, aber sein frühzeitiger Tod durch eine Herzattacke im Jahre 2004, beendete die geplante Reihe. weiterlesen »
Dass Talent für eine Karriere im Fernsehen Nebensache ist, gehört zu den Binsenweisheiten der Medienindustrie. Ist ein Name einmal bekannt, lässt sich auch immer wieder das passende Projekt finden. Das gilt z.B. für ehemalige Soap-Darstellerinnen wie Jeanette Biedermann, Alexandra Neldel und Yvonne Catterfeld. Letztere ist am 16. November wieder einmal in einem Sat1-Film zu sehen.
Nachdem die Musik-Karriere offenbar gänzlich auf Eis liegt, hat sich Yvonne Catterfeld mehr oder weniger ganz darauf verlegt, sich ihr Brot in TV-Eventfilmen zu verdienen. Für die lange angekündigte Filmbiografie über Romy Schneider hat es irgendwann nicht mehr gereicht. Stattdessen holte man sie für den RTL-Zweiteiler „Vulkan“ vor die Kamera, sowie fast zeitgleich für den Sat1-Krimi „Schatten der Gerechtigkeit“. Jetzt ist sie erneut bei Sat1 zu sehen.
Ein bisher wenig bekanntes Stück deutscher Nachkriegshistorie findet in einem Dokudrama von Arte und dem NDR jetzt eine angemessene Aufarbeitung. Berichtet wird über die Geschichte von 20 jüdischen Kindern, die das KZ Bergen-Belsen als Waise überlebt hatten und 1945 als sogenannte „Displaced Persons“ in der Hamburger Villa Warburg untergebracht wurden.
Mit dem Terminus Re-Enactment bezeichnet man im Allgemeinen das Nachspielen historischer Ereignisse. Wissenschaftsformate wie „Galileo“ oder „Terra X“ machen sich diese Technik des filmischen Erzählens gerne zunutze. Ganze Dokudramen, wie sie in Deutschland vor allem Heinrich Breloer bekannt machte, stützen sich fast gänzlich hierauf und ergänzen die Spielszenen durch Kommentare von Zeitgenossen. Die Arte/NDR-Produktion „Die Kinder von Blankenese“ gehört zu diesem Genre.
Auch wenn sich beim Titel dieser TV-Produktion eine naheliegende Zote geradezu aufdrängt, ist der Humor des Pro7-Krimis alles andere als infantil. Wenn der Versuchsballon ankommt, könnte aus dem zunächst einmaligen Vergnügen um den zynischen Ermittler Kreutzer eine neue Reihe werden. Auftakt ist der 1. November.
Einmal auf eine Rolle festgelegt, beginnt für viele Schauspieler der Kampf um Anerkennung. Für Christoph Maria Herbst ist der (un)beliebte Chef „Stromberg“ in dieser Hinsicht Fluch und Segen zugleich. Seine Darstellung hat sich in vielen Köpfen so nachhaltig festgesetzt, dass Herbst in anderen, zurückhaltenderen Rollen schlichtweg blass wirkt. Und so gilt ein altes dramaturgisches Gesetzt auch hier, demgemäss eine dominante Figur nur mit einer noch dominanteren bekämpft werden kann. In diesem Fall soll sie Kreutzer heißen.
Ken Follett Bücher verkaufen sich wie heiße Semmeln, auch wenn man merkwürdigerweise nie jemanden kennt, der sie tatsächlich liest. Die Verfilmung soll all die anonymen Fans nun auch visuell begeistern.
Das epische Geschichtsdrama spannt sich um die Schicksale von Prior Philip, der eine Kathedrale bauen möchte, außerdem die Menschen, die unmittelbar mit dem Bau zu tun haben und um die hitzigen Umwälzungen, die der Tod von Heinrich I. nach sich gezogen hat. weiterlesen »
Die in Deutschland bisher ausgestrahlten 3 TV-Filme der mittlerweile insgesamt 7-teiligen „Jesse Stone“-Reihe nach Romanen des US-Krimiautors Robert B. Parker waren zuletzt auf dem ZDF-Digitalkanal Neo zu sehen. Jetzt gibt es die Wiederholung noch einmal im Nachtprogramm des Mutterkanals. Ob und wann die übrigen 4 Teile jemals hierzulande ausgestrahlt werden, ist unbekannt.
Manche Schauspieler verwachsen über Jahre hinweg so sehr mit ihrer Serienfigur, das sie danach lange Zeit nirgendwo anders mehr Fuß fassen können. Larry Hagman etwa feierte mit der Rolle des J.R. Ewing aus „Dallas“ zwar den größten Triumph seiner Karriere, ist den Schatten der Figur aber seitdem kaum mehr los geworden. „Magnum“-Darsteller Tom Selleck erging es nach dem Ende der Serie nicht anders. Mit „Jesse Stone“ konnte er Jahre später allerdings endlich ein zweites Alter Ego finden, das ihm die Zuschauer gerne abkauften.
Lange ist es her, dass im Fernsehen mit 3D experimentiert wurde. Damals waren die Ergebnisse mehr als dürftig und reichten gerade einmal zu einem Gimmick. Mittlerweile hat das Thema jedoch eine ganz andere Dynamik bekommen. Arte zeigt aus diesem Grund am 28. August direkt einmal 2 Klassiker des dreidimensionalen Kinos aus dem Jahr 1954.
Quasi im Alleingang hat James Cameron mit „Avatar“ zu Beginn dieses Jahres eine echte 3D-Hysterie ausgelöst. Die Branche ist in Aufruhr. In aller Eile werden schnell noch Filme kurz vor Kinostart meist ziemlich schlampig dreidimensional konvertiert, aber auch längst sind neue Großproduktionen in Arbeit, die behutsamer vorgehen. TV-Hersteller basteln an neuen Techniken, und die Spiele-Industrie hat gar bereits Lösungen in der Hinterhand, die selbst die lästige Brille überflüssig machen.
Das Fantasy-Film-Fest wird auch dieses Jahr wieder Horrorfilmfans, Splatternerds und Freunde von Suspense beglücken. Außerdem stehen Fantasy-, Science-Fiction- und auch Kurzfilme auf dem Programm.
Ab dem 17. August findet in mehreren deutschen Städten, unter anderem Berlin, Stuttgart, Köln und München, das heißersehnte, alljährliche und nunmehr 24. Fantasy-Film-Fest (FFF) statt.
74 Filme, die hauptsächlich aus den Bereichen Horror, Thriller und Science Fiction sind, werden in Originalton und mit gegebenenfalls Untertiteln präsentiert. Die Filmbeiträge kommen aus Ländern wie Kanada, Mexiko, Griechenland, Australien, Belgien und den USA.
Eröffnet wird das Filmspektakel von der französisch-belgischen Produktion „The Pack” weiterlesen »
„Eclipse - Bis(s) zum Abendrot”, der heiß ersehnte und nunmehr dritte Teil der Twilight-Saga, startete im Juli in Deutschland. Mit einem Einspielergebnis von knapp 69 Millionen Dollar am ersten Abend hat „Eclipse” den bisherigen Tabellenführer „Transformers 2″ von der Poleposition verdrängt.

Der britische Regisseur David Slade, der sich bereits mit der blutigen Comicverfilmung „30 Days of Night” und dem großartigen „Hard Candy” einen Namen machte, hat nun nach Catherine Hardwicke und Chris Weitz auf dem Regiestuhl Platz genommen. Nach Hardwick und Weitz, die eher aus dem Teenie- und Komödienfach kommen, hat Slade dem Film nun einen etwas düsteren Grundton verliehen.
Zudem ist ein neues Gesicht hinzugekommen, nämlich das von Bryce Dallas Howard, die den Part von Rachelle Lefèvre als Victoria übernommen hat. weiterlesen »
Als Cheforganisator der Judendeportation im Dritten Reich gehörte Adolph Eichmann zu den größten Kriegsverbrechern des 20. Jahrhunderts. Bis 1960 lebte er mit neuer Identität zunächst in der Nordheide, danach in Argentinien, wo er schließlich entdeckt wurde. Ein Dokudrama von NDR und SWR zeichnet die Einzelheiten des Falls jetzt nach.

Ganz in der Nähe des ehemaligen Konzentrationslagers Bergen-Belsen hatte sich Eichmann nach Kriegsende ein unauffälliges Leben als Hühnerzüchter und Holzfäller zurecht gelegt. 5 Jahre lang blieb er unerkannt, dann setzte er sich nach Buenos Aires ab. Ausgerechnet ein Liebesverhältnis zwischen seinem Sohn und der Tochter eines Holocaust-Überlebenden deckte schließlich seine wahre Existenz auf.