Immer noch zu den erfolgreichsten Fernsehserien überhaupt zählen „Die Sopranos“, ein langlebiger Einblick in das Leben und Denken der Mafia in den USA. Ein Kinofilm, der an das eher unbefriedigende Ende der letzten Folge anschließen soll, wird zwar immer wieder angekündigt, blieb aber bislang aus. Jetzt will eine neue Mob-Serie einen ähnlichen Erfolg versuchen und nimmt sich dafür eines modernen Klassikers an.
1990 entstand unter der Regie von Martin Scorsese einer der bedeutendsten Mafia-Filme neben „Der Pate“. Zudem begründete „Goodfellas“ die Karriere von Ray Liotta, der sich immerhin neben Größen wie Robert DeNiro und Joe Pesci behaupte musste. Jetzt greift eine TV-Serie den Stoff wieder auf und bearbeitet ihn im Rahmen einer Serie.
Zum Jahresende lässt die ARD noch einmal ordentlich die Muskeln spielen. Ganze 175 Minuten dauert die Verfilmung eines Romans von Henning Mankell. Gezeigt wird die deutsch-schwedische Co-Produktion „Der Chinese“ am 30. Dezember ab 20.15 Uhr an einem Stück.
Als Stieg Larsson seinem Verleger die Manuskripte für seine „Millennium“-Romane auf den Tisch legte, soll er gesagt haben, Henning Mankell könne einpacken. Dem schwedischen Bestseller-Autor wird das egal gewesen sein, denn seine Bücher verkaufen sich weiterhin wie geschnittenes Brot.
Ob Roman oder Kurzgeschichte - kaum eine Vorlage von Bestseller-Autor Stephen King hat es nicht früher oder später auch zu einer Verfilmung gebracht. Dass in den meisten Fällen dabei allerdings eher Durchschnittsware zustande kommt, ist ebenso unerfreulich wie unverständlich. In den USA zeigte der Sender A&E mit dem Zweiteiler „Bag of Bones“ gerade ein weiteres Beispiel.
In Deutschland unter dem nichtssagenden Titel „Sara“ veröffentlicht, erzählt der bereits 1998 erschienene Roman „Bag of Bones“ von Geistern und Orten mit einer dunklen Vergangenheit. Im Zentrum steht, wie so oft bei Stephen King, ein Schriftsteller. In der TV-Fassung ist die Rolle mit dem ehemaligen „James-Bond“-Darsteller Pierce Brosnan prominent besetzt.
„Amphibien-Filme“ nennt man gemeinhin solche Produktionen, die sowohl für die Kino- als auch Fernsehauswertung gedacht sind. Die TV-Fassung folgt dabei grundsätzlich später und ist immer etwas länger. Im Fall von Sönke Wortmanns Bestseller-Verfilmung „Die Päpstin“ sind es etwa 10 Minuten. Die ARD zeigt das Historienspektakel am 19. Dezember.
Zwischen seinem Kinoerfolg „Das Wunder von Bern“ über die deutsche Fußballnationalmannschaft von 1954 und der Adaption des Romans von Donna W. Cross lagen ganze 6 Jahre. Dazwischen hat Wortmann bekanntlich die WM-Doku „Deutschland. Ein Sommermärchen“ gedreht und schien zum Experten für das runde Leder gewonnen zu sein. Mit „Die Päpstin“ hingegen entschied er sich für einen Stoff, der nicht weiter von den beiden Vorgängerfilmen hätte entfernt sein können.
Es war eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis Sat1 seinen eigenproduzierten Quotenerfolg fortsetzen würde. Rund zehn Millionen Zuschauer saßen bei der Premiere von „Die Wanderhure“ vor den Bildschirmen, um Alexandra Neldel ins finsterer Mittelalter zu begleiten. Teil 2 gibt es Ostern 2012 zu sehen.
Während die Dreharbeiten für die Fortsetzung der „Wanderhure“ derzeit noch laufen, ist Teil 3 bereits in Planung, und wenn es nach Senderchef Joachim Kosack geht, ist danach, wie er gegenüber der Programmzeitschrift „TV Movie“ bekannt gab, immer noch nicht Schluss. Die Zuschauer müssen es nur mitmachen, aber davon lässt sich nach dem Erfolg des ersten Teils ausgehen.
Interessante Stoffe, die früher auf der Kinoleinwand gelandet wären, wandern heute zunehmend ins Fernsehen. Die Erzählstrukturen von Serien sind wesentlich komplexer geworden, und vor kontroversen Handlungselementen und drastischen Bildern muss dank Pay-TV auch niemand mehr zurückschrecken. Jüngstes Beispiel: „Remains“, ein Fernsehfilm, der auf der gleichnamigen Comicreihe von Steve Niles beruht.
Nachdem die Vampire mit „True Blood“ und „Vampire Diaries“ einen festen Platz im TV-Programm eingenommen haben, folgten vor kurzem mit den Zombies aus „The Walking Dead“ weitere traditionelle Horrorgestalten – und das mit immensem Erfolg. Auf diesen Zug springt jetzt NBCUniversal mit seinem Spartenkanal Chiller TV auf, der sich für die erste Eigenproduktion direkt mal eine populäre Vorlage gegriffen hat.
Heidi Klums Topmodel Barbara Meier spielt morgen Abend eine Hauptrolle im TV und bestreitet damit ihr Spielfilm-Debüt. Folgt nach der Model-Karriere nun ein Aufstieg in der Filmbranche?
Die Siegerin der 2. Staffel von Heidi Klums „Germany’s next Topmodel”, Barbara Meier, spielt in ihrer ersten Hauptrolle im TV ein taubstummes Medium und startet damit ihre Karriere als Schauspielerin in einem ProSieben-Mystery-Film. Da ein geheimnisvolles Aussehen gesucht wurde, kamen dem Model die blasse Haut und die roten Haare wahrscheinlich zugute, und dass ihre erste Film-Rolle keinen Sprechtext vorzuweisen hat, erleichterte den Einstieg in das neue Metier sicherlich auch. Dass Barbara Meier keine Angst vor Kameras hat, konnte sie ja bereits bei GNTM unter Beweis stellen, und bei nachfolgenden TV-Werbespots sammelte sie ebenfalls erste Erfahrungen am Filmset.
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Es gibt tatsächlich immer noch bedeutsame Kapitel des Zweiten Weltkriegs, die fast gänzlich unbekannt sind. Ein Beispiel dafür ist die Torpedierung des englischen Truppentransporters „Laconia“, die in einer ungewöhnlichen Rettungsaktion mündete. Mit einem aufwendigen Zweiteiler ist die Geschichte jetzt als deutsch-britische Co-Produktion verfilmt worden.
Am 2. und 3. November zeigt die ARD einmal wieder, wie beruhigt sich mit Gebührengeldern problemlos auch kostenintensive Kriegsspektakel finanzieren lassen. „Laconia“ entstand in Zusammenarbeit mit der BBC und erzählt die wahre Geschichte eines deutschen U-Boot-Kommandanten, der 1942 mehrere hundert Menschen vor dem sicheren Ertrinken rettete.
Am Tag der Deutschen Einheit reist Pro7 in der Zeit deutlich weiter zurück als bis zur Wiedervereinigung. Mit dem 160-minütigen Mittelalter-Thriller „Isenhart“ will man offenbar der Konkurrenz in Sachen großangelegte Historien-Epen die Stirn bieten. Wer sich Sebastian Ströbele im Mittelalter vorstellen kann, wird vermutlich gut bedient.
Historische Stoffe boomen derzeit, und das vor allem im TV. Während die etwas nähere Vergangenheit mit „Mad Men“ in den USA der 50er Jahre für gute Quoten sorgt und bereits Nachzügler wie „Pan Am“ und „The Playboy Club“ auf den Plan gerufen hat, ist Europa vor allem in der Renaissance interessant. „The Tudors“ und gleich zwei Serien über den Clan der „Borgia“ locken mit Drastik und Intrigen.
Ein Quotenhit ist relativ sicher, wenn das Erste am 29. und 30. Oktober einen lang erwarteten Zweiteiler ausstrahlt, denn die Fangemeinde der Hauptfigur wird vermutlich geschlossen vor dem Bildschirm sitzen. 2004 hatte Udo Jürgens seinen drei Generationen übergreifenden Familienroman veröffentlicht. Aus dem Bestseller wurde jetzt ein TV-Film.
Eine Studie hat einmal ergeben, dass in Deutschland kein Tag vergeht, an dem nicht in irgendeiner öffentlichen Location mindestens ein Lied von Udo Jürgens gespielt wird. Dabei ist es dem Musiker aus Österreich von jeher gelungen, überhaupt gar nicht erst mit dem spießigen Image deutschen Schlagers in Verbindung gebracht zu werden. Vor einer Weile coverten gar die Sportfreunde Stiller einen seiner Hits und zogen damit in die Charts ein.