Während sich die Gerüchte hartnäckig halten, dass eine Kinofortsetzung der erfolgreichen Historienserie „Rom“ in Planung ist, bleibt die Hoffnung auf eine dritte Staffel aussichtslos. Wer bisher nicht die Chance hatte, die gewohntermaßen blutgetränkten Ereignissen nach der Ermordung Caesars auf dem Bezahlsender Premiere zu verfolgen, kann dies jetzt ab dem 4. Juli im Abendprogramm von RTL 2 nachholen.
Es ist eher ein zwiespältiges Vergnügen, diese wenig zurückhaltende Serie über das römische Kaiserreich im frühen Abendprogramm zu verfolgen. Grundsätzlich zwar von der FSK freigegeben, bedarf die Ausstrahlung um 20.15 Uhr jedoch ab und an noch einmal eine eingreifende Bearbeitung. Das ist hinsichtlich der Vorgaben des Jugendschutzes zwar unvermeidlich, für den Zuschauer jedoch immer ein Ärgernis.
Ob die Ausstrahlung von Weihnachtsfilmen mitten im Sommer die Reaktion von Super RTL auf den Klimawandel ist? Man weiß es nicht. Jedenfalls zeigt der Sender am 26. Juni alle drei Folgen des erfolgreichen BBC-Animationsmärchens „Robbie, das Rentier“, und das auch noch im Abendprogramm ab 20.15 Uhr. Ob sich der verantwortliche Redakteur damit beim Nikolaus beliebt machen will, ist nicht bekannt.

Nicht umsonst sehen die lustigen Plastilinfiguren rund um die Hauptfigur dieses sehenswerten Dreiteilers aus wie „Wallace & Gromit“ oder „Shaun das Schaf“. Denn auch wenn „Robbie the Reindeer“ keine direkte Aardman-Produktion ist, waren doch eine Reihe von Künstlern des berühmten Knetgummi-Studios an diesem in England sehr beliebten Christmas Special beteiligt.
250 Sprechrollen, 15.000 Komparsen, eine Produktionssumme von 50 Millionen US-Dollar, 16 Emmy-Nominierungen und eine Gesamtspielzeit von über 550 Minuten – die Zahlen dieser sechsteiligen Miniserie um die Besiedelung des amerikanischen Westens schinden Eindruck. Ab dem 9. Juni zeigt Kabel Eins das von Steven Spielberg bereits 2005 produzierte TV-Ereignis jetzt auch im deutschen Fernsehen.
Eine Spanne von 70 Jahren umfasst die Geschichte zweier Familien aus der Pionierzeit Amerikas: Weiße Siedler auf der einen und indianische Ureinwohner auf der anderen Seite. Das Bestreben der Macher war ein möglichst ausgewogener und klischeefreier Blick auf ein nicht immer rühmlich abgelaufenes Kapitel amerikanischer Historie. Anhand eines Ensembles aus realen und fiktiven Figuren liefert „Into the West“ eine ebenso aufwendige wie kurzweilige Geschichtsstunde.
Pocher findet zur Zeit auf allen Kanälen statt. Noch bevor sein Vertrag mit SAT1 in trockenen Tüchern war, hatte der geschäftstüchtige Ex-Partner von Harald Schmidt mit dem Verkauf seines Live-Programms „Gefährliches Halbwissen“ an RTL dafür gesorgt, dass der Kölner Sender mächtig die Werbetrommel für ihn rührte. Wie sich das letztlich auf die Quoten ausgewirkt hat, bleibt abzuwarten. Ausgestrahlt wird die in Berlin aufgezeichnete Show am 24. April und 1. Mai, jeweils um 22.15 Uhr.
Mindestens drei Sender haben um den 31-jährigen Comedian gebuhlt, und Pocher, der gelernte Versicherungskaufmann, hat die günstige Ausgangslage gleich mal für einen Doppelschlag genutzt: Langzeitvertrag mit SAT1 und vorübergehende Dauerpräsenz bei RTL. Als die Kölner nämlich den Zuschlag für die Ausstrahlung von Pochers aktuellem Bühnenprogramm erhielten, war die übrige TV-Zukunft des Hannoveraners mit eigener Produktionsfirma noch völlig offen.
Vor zehn Jahren wurden das Familienepos von Charlotte Link vom ZDF aufwändig verfilmt. Der Fernseh-Fünfteiler ist auch auf drei DVDs zu haben.
Eine der spannendsten deutschen Krimiautoren neben Andreas Franz ist Charlotte Link. In ihren drei Büchern “Sturmzeit”, “Wilde Lupinen” und “Die Stunde der Erben” werden zwar keine Mordfälle gelöst, aber spannend ist die Geschichte allemal. In geradezu an die Bronte-Schwestern erinnernder Manier erzählt die Autorin die Lebensgeschichte von Felicia, die sich vor Ausbruch des ersten Weltkrieges in Maksim verliebt. Die Nähe zur englischen Literatur wird auch durch die Wahl des Titels deutlich, der an Emily Brontes “Sturmhöhe” erinnert: Die Sturmzeit-Trilogie breitet die Geschichte der weitverzweigten und durch Kriege versprengte Familie Domberg durch die Jahrzehnte aus.
Die Abenteuer des jungen Naruto, der auf der Ninja-Akademie lernen will, ein großer Kämpfer zu werden, sind nach großem Erfolg im Fernsehen nun auch auf DVD erschienen.
Der Anime “Naruto”, basierend auf dem gleichnamigen Manga von Masashi Kishimoto, ist eine der hierzulande erfolgreichsten Zeichentrickserien der letzten Jahre. Obwohl sehr populär bei jüngerem Publikum, richtet sie sich durch ihre komplexe Handlung und zeitlose Representation von Freundschaft, Lernen und Kampf durchaus auch an ältere Zuschauer.
Die Serie verfolgt die Lehrjahre dreier Schüler auf der Ninja-Akademie. Gemeinsam müssen sie Prüfungen bestehen, aber befinden sich gleichzeitig auch in Konkurrenz zueinander. Die Hauptfigur Naruto umgibt dabei ein dunkles Geheimnis: Einst wurde in seinem Körper der Geist eines neunschwänzigen Fuchsdämons festgesetzt, um Narutos Heimatdorf zu retten. Seitdem wurde er gemieden und sein Drang, sich in den Mittelpunkt zu stellen wurde geweckt. Dies bringt ihn des Öfteren in Schwierigkeiten, die er mit Hilfe seiner Freunde Sasuke und Sakura meistern muss.
2007 war das französische Kriegsdrama „Tage des Ruhms“ zusammen mit „Das Leben der anderen“ als bester ausländischer Film für den Oscar® nominiert. Seine fünf Hauptdarsteller, Sami Bouajila, Roschdy Zem, Jamel Debbouze, Samy Naceri und Bernard Blancan wurden in Cannes mit dem Schauspielerpreis ausgezeichnet. Nun gibt’s die 13 Millionen-Dollar-Produktion auf DVD.
Regisseur Rachid Bouchareb erzählt eine der in Vergessenheit geratenen Geschichten des zweiten Weltkriegs. 233000 Soldaten aus der nordafrikanischen Kolonie kämpfen, getrieben von Armut, für „ihre“ Kolonialmacht Frankreich gegen die deutsche Wehrmacht. Sie setzen ihr Leben für ein Land aufs Spiel, das sie noch nie gesehen haben. Dabei wird ihr Einsatz keineswegs mit Gleichheit und Anerkennung gedankt, sondern ist geprägt von Diskriminierung, Rassismus und Ausbeutung. In aussichtsloser Lage werden sie in erster Linie als Kanonenfutter missbraucht. Am Ende kommt nur einer der fünf Hauptfiguren mit dem Leben davon.
Bouchareb erzählt die Schrecken des Krieges anhand der Schicksale seiner Hauptdarsteller und das persönliche Empfinden rückt in den Vordergrund. So erhält der Film eine intime und persönliche Note.
Der Film erzählt nicht nur eine fiktive Geschichte, sondern dokumentiert darüber hinaus die Absichten der französischen Regierung, nach dem Ende der Kolonialzeit die Pensionsansprüche der Soldaten aufzuheben.
„Der kraftvollste Kriegsfilm des Jahres“ sagt The Times. „Der beste Kriegsfilm seit Der Soldat James Ryan“ urteilt BBC Radio 3 und in Frankreich erreichte „Tage des Ruhms“ Platz eins der Kinocharts.
Wer kennt sie nicht, die Villa Kunterbunt und ihre Bewohner? Pippi Langstrumpf und ihre Freunde Tommy und Annika, die merkwürdige, spannende Abenteuer erleben. Nicht zu Vergessen, Pippis Schwarz-Weißes Pferd kleiner Onkel und Herr Nielson, das Äffchen. Und natürlich die bösen Gauner Donner Karlsson und Blum, die es auf die Tasche voller Golddublonen abgesehen haben, die Pippi in der Villa Kunterbunt versteckt hat. weiterlesen »
Irgendwie rührend, wie in den vergangenen Monaten zwei Eisbären die Menschen in Deutschland zu plötzlichen Zoo-Besuchen animieren konnten. Nun gibt es nach den Knut-Abenteuern auch die ersten Bilder der kleinen Eisbärin Flocke auf DVD.
Der Film über „Flocke“ zeigt auf rührende Art und Weise die ersten Tage und Wochen des kleinen Eisbären, der ebenfalls ohne seine Mutter aufwachsen muss. Ähnlich wie bei Knut versuchen die Tierpfleger das Eisbären-Baby per Hand aufzuziehen. Zum Glück für den Nürnberger Zoo konnten die Thesen von der unnatürlichen Aufzucht von Knut bereits widerlegt werden, so dass es an dieser Stelle zu keinen Aufschreien von Tierschützern kam.
Das Gute an dem Film ist sein dokumentarischer Charakter, so handelt es sich hier keinen kitschigen Kinderfilm, sondern um eine ansprechende Dokumentation, in der auch zahlreiches Wissen rund um die gesamte Thematik „Eisbären“ eingearbeitet wurde. Der Niedlichtsfaktor kommt natürlich als Bonus dazu und wer die ersten Bilder gesehen hat, kann sich „Flocke“ nicht verschließen.
Als 1961 “16 Uhr 50 ab Paddington” in die Kinos kam, war die Hauptdarstellerin Margaret Rutherford bereits 69 Jahre alt. Was sie allerdings keineswegs davon abhielt, einen der besten Filmdetektive aller Zeiten zu spielen - Agatha Christies Miss Marple.
Die vier Miss-Marple-Filme mit Margaret Rutherford - “16 Uhr 50 ab Paddington”, “Vier Frauen und ein Mord”, “Der Wachsblumenstrauß” und “Mörder ahoi” - sind zwar inzwischen in technischer Hinsicht etwas angestaubt; aber Dialogwitz und Spannung liegen auf einem Niveau, das auch heutige Krimikomödien nur selten erreichen.
Als Glücksgriff erwies sich - neben Rutherford - die Erfindung des Mr. Stinger (Stringer Davies), des etwas naiven, ältlichen Gefährten der Hobbydetektivin. Die beiden spielen sich die Bälle mit sichtlicher Freude zu; und wenn Miss Marple auch noch anfängt, zu tanzen (”Der Wachsblumenstrauß”), dann überträgt sich spätestens das Vergnügen auch auf den Zuschauer.
Rutherfords Miss Marple unterscheidet sich in mancher Hinsicht stark von Christies Detektivin; gelegentlich scheint sie gar mehr mit James Bond gemein zu haben - immerhin kann sie fechten, morsen, reiten, ist Hobbychemikerin und historisch versiert.
Für Fans der Reihe ist die liebevoll ausgestattete 4-DVD-Box ein Muss; der kleine Preis kann aber auch Miss-Marple-Neulinge locken: Enttäuscht werden sie gewiss nicht, denn der nächste Mörder lauert schon …