Am Sonntag (12. Oktober) startete auf RTL eine neue Doko-Soap der Marke Promi-Peinlichkeiten. Stefan Effenberg lässt das TV-Publikum hinter die Kulissen seines “turbulenten” Lebens blicken.
Spätestens, seit Ozzy Osbourne im Jahre 2002 sein Leben auf dem Musiksender MTV öffentlich zur Schau stellte, tun es ihm immer mehr berühmte Menschen und “B-Promis” gleich. So konnten wir Brigitte Nilsen erst kürzlich dabei zusehen, wie sie ihren alternden Körper in einem OP-Marathon passend zu dem einer 30-jährigen “zurechtschnippeln” ließ, wie Gülcan Karahanci den Millionenerben Sebastian Kamps und Sarah Connor und Marc Terenzi heirateten oder Jana Ina und Giovanni ihren Sohn zu Welt brachten.
Da passt doch das Leben eines ehemaligen Fußballprofis perfekt in das Konzept und in die Zielgruppe. Viele haben von Effenberg nur die Trennung von seine ersten Ehe-Frau Martina und die Hochzeit und zwischenzeitliche Trennung von seiner “Jetzt-Wieder-Frau” Claudia, die Ex-Frau seines ehemaligen Fußballkollegen Strunz, in Erinnerung. Aber auch die legendäre “Stinkefinger-Affaire” hängt ihm immer noch nach. weiterlesen »
Die wohl erfolgreichste deutsche Solokünstlerin startete in den vergangenen Wochen ein furioses Comeback. Nach dem Ende der Pro Sieben Doku- Soap „Sarah und Marc- Crazy in love“, widmen sich die Popstars nun wieder ihrer musikalischen Karriere. Sarahs neues Album stieg erfolgreich auf Platz drei der deutschen Charts ein und Marc´s Album „Black roses“ ist seit dem 22.08 in den Plattenläden erhältlich.
Es ist, als wäre sie nie weg gewesen, als hätte sie die schwere Zeit, nach der Geburt ihres zweiten Kindes endlich verkraftet. Von den Spekulationen um den Stand ihrer Ehe einmal ganz abgesehen. Von all diesen Sachen lässt sich Sarah Connor nicht aus der Bahn werden. Sie probt weiter hart für ihre im nächsten Frühjahr startende Tour, promotet nebenbei ihr neues Album und ist dennoch eine Vorzeigemama.
In der Zeitschrift FHM zeigt sie uns jetzt auch noch ihren kurvigen Körper, der nach eigenen Angaben nach der Geburt ihrer Tochter etwas kurviger geworden ist. Spekulation um eine Brust-OP weist sie jedoch von sich und führt den größeren Busen auf das Stillen zurück. Ehemann Marc gefällt´s und damit ist er sicher nicht der Einzige.
Am 5. September wird um 20.15 Uhr auf Vox die vorerst letzte Folge von „Unser Traum vom Haus“ ausgestrahlt. Die erfolgreiche Dokumentation zeigte Paare, die sich aus ihrer kleinen Wohnung heraus in das große Abenteuer Hausbau gewagt haben. Von der Grundsteinlegung bis hin zum fertigen Traumhaus.
Ein Kamerateam begleitete Häuslebauer in jetzt schon vier Staffeln und dokumentierte, wie nah Freud und Leid doch manchmal beieinander liegen. Der Weg zum perfekten Haus ist lang und steinig und man trifft nicht selten auf amateurhafte Handwerker oder unseriöse Verantwortliche. Immer wieder passieren schlimme Fehler, die die Bauherrn an den Rand der Verzweiflung treiben.
Noch ein letztes Mal können die Zuschauer morgen erleben, was man alles beachten muss und auch sich selbst wichtige Tipps holen. Was zum Beispiel rechtliche Grundlagen betrifft. Man kann sich auch Anregungen vom Einrichten bis hin zum Renovieren einholen und sich für seine nächste Neugestaltung inspirieren lassen.
VOX, 5.09.2008 20:15 Uhr
Der deutsch-französische Sender arte hat momentan den Seventies-Monat. Mit Musikfilmen, Dokus und und und versuchen sie ein Porträt dieser Zeit aufzuzeigen. Ob man dies kann oder nicht, und ob sie sich dabei zu sehr in Klischees suhlen, sei nun erstmal dahingestellt, denn im Vordergrund steht natürlich die Musik.
Und auch die kann man mögen oder nicht. Ich jedenfalls mag David Bowie ziemlich gerne und der darf in einem Rückblick auf die Seventies natürlich nicht fehlen. Das Thema heute bei arte lautet “Vom Glam zum Punk” und, wer verkörperte das besser als David Bowie? weiterlesen »
Brigitte Nielsen wird 45, im Dezember. Und sie will in den Playboy. Wie vor 20 Jahren. Da posierte sie schon mal für das bekannte Männermagazin. Und zu ihrem 45. Geburtstag möchte sie das wiederholen. Darum die OP.
Gott sei dank gibt es dafür einen Sender, der sie begleiten will. Zur OP. Und der lässt auch ein Honorar springen, für das Bild von der OP, damit Brigitte sich unter das Messer legen kann.
Damit sie so schön sein wird, wie vor 20 Jahren. Die plastische Chirurgie macht es möglich. Hier ein bisschen Fett absaugen, dort ein bisschen Fett reinspritzen, ein wenig Face-lifting, neue Zähne kommen auch gleich mit hinein, und den Busen nicht vergessen, denn der war ja schon immer das Markenzeichen unserer schönen Blondine.
weiterlesen »Kaum sind die Rückwanderer auf VOX in ihre Heimat zurückgekehrt, machen sich im neuen Sendeformat des Senders neue Menschen auf den Weg in die Ferne. Mit “Grenzenlos verliebt” möchte VOX in die Tradition der Auswanderformate treten, die schon mit „Goodbye Deutschland“ und eben den „Rückwanderern“ sehr gut funktioniert haben.
In vorerst zehn Folgen begleitete der Sender Paare, die sich bei einem Urlaubsflirt, über das Internet oder irgendwie anders kennen gelernt haben, aber kilometerweit auseinander wohnen. Die Paare, die über beide Ohren verliebt sind, wollen nun in der Ferne endlich zusammen ziehen und VOX begleitet sie dabei.
Gleich in der ersten Folge möchte der 32jährige Harald zu seiner Fernliebe Laila nach Mexico ziehen! Die schöne Latino hat dem schüchternen Deutschen, wohnhaft im Allgäu, gehörig den Kopf verdreht. Ganz zum Entsetzen der Eltern möchte der liebe Harald nun in einer mexikanischen Großfamilie unterkommen – AU! Damit auch das weibliche Geschlecht in dieser Sendung nicht zu kurz kommt, möchte Natalija aus Ratingen zu ihrem Daniele nach Italien ziehen – hier wird auch gleich ein Klischee bedient.
„Grenzenlos verliebt“ dürfte wohl kaum über die erste Staffel hinaus kommen, erst recht nicht, wenn bei der Vorgängersendung „the power of ten“ schon die meisten Zuschauer verloren gegangen sind.
An dieser Stelle muss ich ehrlich gestehen, dass ich ein großer Fan von Tierdokumentationen bin. Besonders von jenen Sendungen, bei denen die Realität der Tierwelt anschaulich wiedergegeben wird. Es hat schon etwas Erhabenes für einen Mann, wenn ein Krokodil aus seiner Trägheit erwacht und urplötzlich eine ganze Antilope angreift.
Mal abgesehen von diesen martialischen Szenen, können es auch einfach nur Dokumentationen über das Zusammenleben sein. Sich einfach minutenlang vor dem Fernseher berieseln lassen, dazu noch etwas Wissenswertes erfahren – eine willkommene Abwechslung in der Fernsehlandschaft, wo man sonst bei Sendungen wie „Schwiegertochter gesucht“ oder „Big Brother“ nicht weiß, ob man lachen oder weinen soll.
Nun als Tier-Fan freue ich mich natürlich über das Engagement von Sendungen „Tiere suchen ein Zuhause“ im WDR. Dort werden einzelne Tiere, die in Tierheimen untergebracht sind, dem Zuschauer vorgestellt. Dabei wird keine Schwerpunkt auf eine bestimmte Tierart gelegt, so dass Wellensittiche, Perserkatzen, Beagle, Boxer und Hasen gleichwertig vorgestellt, so dass für jeden Geschmack etwas dabei ist. Da man auf spezielle Eigenschaften der Tiere hinweist wie „braucht viel Auslauf“, „ist kinderlieb“ oder „braucht eine ruhige Umgebung“ sind potenzielle Haustierbesitzer gleich im Vorfeld gut informiert.
Leider erfahren solche sinnvollen Sendungen keine große Aufmerksamkeit. Mitarbeiter aus den Tierheimen berichten, dass zwar gerade im Vorfeld von großen Festen wie Weihnachten die Nachfrage steigt, aber es werden zumeist nur Katzenbabys oder Hundewelpen gesucht, die sich schon nach wenigen Wochen in den Heimen wiederfinden.
Also wer schon immer mal auf der Suche nach einem passenden Haustier sein sollte, könnte sich Sendungen „Tiere suchen ein Zuhause“ zu Gemüte führen. Da die Sendung zumeist am Sonntagabend ausgestrahlt wird, kann man auch einen Großteil der Zuschauer vor dem Fernseher erreichen – wäre zumindest wünschenswert.
Am kommenden Sonntag widmet sich das ZDF einer Thematik, die sicherlich nicht ganz frei von Diskussionen sein wird. In „Imperium der Päpste“ werden die Abgründe der Kirchengeschichte einmal aus einer völlig neuen Perspektive beleuchtet.
Das gerade im Mittelalter die Kirche nicht immer ein Ort von Gottesliebe und Keuschheit gewesen war, dürfte selbst unbelesenen Zuschauern nicht unbekannt gewesen sein, wie tief allerdings diese Verstrickungen waren, verblüffte selbst gestandene Historiker. Morde im Namen der Kirch waren nicht nur zur Zeit der Inquisition an der Tagesordnung, sondern gehörten im Vorfeld einer Papstwahl fast zur Tagesordnung.
Ebenso das Thema Sex, eigentlich verpönt im Zusammenhang mit der Kirche, findet sich sehr oft in der Kirchengeschichte. Endlich mal ein interessanter Ansatz, der nicht überall Freunde finden wird, aber durchaus berechtigt ist.
Imperium der Päpste, ZDF, Sonntag – 27.04 – 19.30 Uhr
Die Medialisierung des menschlichen Lebens macht auch vor den alltäglichen Fragen und Problemen der Menschen nicht Halt. Ratgebermagazine und Service Sendungen boomen neuerdings. Fast kein Sender hat nicht mindestens eine Ratgebersendung im Programm. Dabei geht es fast ausschließlich um Themen, welche die Menschen in Deutschland zurzeit besonders interessieren. Vor allem Ratgeber zu Themen wie Finanzen und Familie scheinen momentan hoch im Kurs zu stehen.
Gerne vermitteln die Sender den Eindruck, dem Zuschauer helfen zu wollen. Der Zuschauer wird Zeuge eines an sich geradezu löblichen Aktes der Nächstenliebe. Doch ist fraglich, ob dies die reine Intention der Ratgeber ist.
Wer Ratgeber- Formate dieser Art kennt, in denen Familien mit besonders unerzogenen Kindern oder einer geradezu hoffnungslos schlechten finanziellen Situation gezeigt werden, wird sicherlich bemerkt haben, dass im Grunde immer dieselben Klischees bestätigt werden. Ratgeber-Formate suchen sich ganz bewusst, Menschen, die bestimmte Kriterien erfüllen. Ziel ist es, Mitleid und Interesse der Zuschauer zu gewinnen. Dies funktioniert am besten, wenn sich der Zuschauer mit dem Menschen identifizieren kann, der in der Sendung Rat und Hilfe sucht. Freilich funktioniert dies nicht, wenn der Ratsuchende nur mittelmäßige Probleme hat. Er muss schon ziemlich vom Schicksal getroffen sein, damit die Rechnung der Sender aufgeht.
Nicht selten werden solche Ratgeber kritisiert, Menschen in einer ausweglosen und verzweifelten Situation zu instrumentalisieren, um Profit zu schlagen. Trotz heftiger Kritik, werden sich diese Ratgeber- Formate auch in Zukunft großer Zuschauermengen erfreuen und sich ausweiten. Der Bedarf an ihnen scheint zweifelsohne zu bestehen. Man muss sich jedoch deutlich vor Augen halten, dass diese Sendungen nur skizzenhafte Lösungen für die Allgemeinheit bieten und man im Zweifelsfall nicht viel mit den Ratschlägen, bezogen auf die persönliche Lage anfangen kann.
Außerdem bieten sie großes Potential für Satire.
“Big Brother” kennen Sie doch noch, oder? Diese etwas schmuddelige Endemol-Produktion, bei der eine Reihe von Kandidaten sich für einen gewissen Zeitraum (anfangs waren es 100 Tage) in einen Container (später ein Dorf) sperren ließen; all das unter den niemals versagenden Augen unzähliger Kameras, die das Leben im Container auf unsere heimischen Schirme brachten. Die ersten Staffeln waren recht erfolgreich; sogar FDP-Chef Westerwelle stattete den Kandidaten mal einen Besuch ab. Aber dann begann die Quote konstant zu fallen - man hatte schließlich alles gesehen; und irgendwann war “Big Brother” nur noch ein Ladenhüter. Was den Sender natürlich nicht davon abhält, es weiter zu produzieren. Bloß, inzwischen gibt’s das Dschungelcamp und DSDS, wer braucht da noch die Containerfuzzis mit ihren ewigen, geistlosen Dialogen?
Aber das Konzept als solches, dachte man sich bei den Öffentlich-Rechtlichen (wie immer up to date) ist ja eigentlich ganz interessant. Ständige Beobachtung in abgegrenzten Räumen und so. Da könnte man glatt was draus machen.
Und dann kam Knut. Nun behaupten Sie nicht, dass Sie Knut nicht kennen! Wirklich nicht? In Ordnung, dem kann abgeholfen werden - “Knut und seine Freunde” startet Mitte März, dann können Sie sich den kleinen Eisbären auch im Kino ansehen.
Von der Torte, dachten sich die Öffentlich-Rechtlichen, wollen wir auch ein Stückchen abhaben - und beschlossen, es mit einem revolutionären Konzept zu versuchen, dass einerseits auf der Knut-Welle mitreitet, und andererseits die tabulose Art der “Big Brother”-Ära wiederaufleben ließ: “Eisbär, Affe und Co.” zeigt die Tiere der Wilhelma, eines der größten Zoos Deutschlands. Ohne Tabus. Tagsüber. Ohne Jugendschutz.