Es ist einer der gefährlichsten Jobs, die man haben kann, Verletzungen und Todesfälle gehören zum Alltag, denn die See ist eine grausame Geliebte.
Die Dokuserie begleitet eine Reihe von Krabbenfischern auf ihrer gefährlichen Reise und lernt die Hierarchien der Crews, ihre Aufgaben und ihren Zusammenhalt kennen.
Besonders die ersten Staffeln sind überraschend ehrlich und unpathetisch gefilmt, so dass man - vom Soundtrack abgesehen - nicht das Gefühl bekommt, das Drama wird eher durch Kameraführung, als durch die tatsächlichen Erlebnisse kreiert. weiterlesen »
Mit Ranking-Shows lässt sich seit geraumer Zeit eine Menge Zuschauerpotential vor den Bildschirm holen. Was RTL und SAT1 schon seit Jahren praktizieren, hat mittlerweile auch das ZDF für sich entdeckt – wohlgemerkt jedoch mit dem leidigen Bildungsauftrag im Gepäck. So präsentiert die Redaktion von Guido Knopp ab dem 10. November die „bewegendsten Momente“ der deutschen Geschichte. Parallel geht der Historiker mit dem Konzept gleich auch mal auf Live-Tour.
Werden nicht gerade neue Pseudo-Talente gecastet, Privatinsolvenzen aufgelöst, unerziehbare Kinder auf den rechten Weg gebracht oder unvermittelbare Singles verkuppelt, dann wird in der hiesigen TV-Landschaft gerne gerankt, was das Zeug hält. Oliver Geissen ermittelt seit Jahren für Günther Jauchs Produktionsfirma alle erdenklichen Musikcharts, Hugo Egon Balder bietet eine Kopie des Konzepts, und Sonja Zietlow musste jüngst gar ihre absurde Auflisterei „Die Zehn“ auf „Die 25“ erhöhen. Ranking rules.
30 Stunden Interviewmaterial mit Altkanzler Helmut Kohl konnte Autor und Regisseur Thomas Schadt zusammentragen. Ein Dokudrama durfte er trotzdem nicht drehen. Kohl verweigerte die Zustimmung, und so kam am Ende notgedrungen ein Fernsehspiel heraus. Das ZDF zeigt die kontroversenfreie Filmbiografie am 20. Oktober um 20.15 Uhr.

Ein Dokudrama in der Tradition Heinrich Breloers hatten die Macher im Kopf, doch der Protagonist selber kam ihnen in die Quere. „Ich habe das Hereinschneiden der Interviewszenen nicht erlaubt, um zu dokumentieren, dass Realität und Spielfilmwelt nicht miteinander verquickt werden dürfen“, zitiert das Nachrichtenmagazin „Focus“ den Altkanzler. Jetzt will das ZDF einen Zusammenschnitt der Interviews offenbar zu Kohls 80. Geburtstag ausstrahlen. Den Fernsehfilm gibt es aber bereits früher zu sehen.
Mit schlechten Wortspielen versucht RTL2 eine weitere Reality Doku mit Hitpotenzial zu starten. Ob’s gelingt?
Jeweils drei Teams müssen sich um eine Dorfkneipe bemühen, mit eigenem Konzept, viel Charme und Schmeicheleien sollen sie die Dorfbewohner von ihrer Idee überzeugen, um am Ende als Besitzer der Kneipe heraus zu kommen. Dass das nicht immer leicht ist, vor allem, wenn die eigenen Vorstellungen sich nicht mit denen der “ländlichen Bevölkerung” decken, merken die Meisten erst zu spät. weiterlesen »
Talk Shows sind out, Gerichtsshows folgen ihnen langsam, der neue Trend steht schon länger fest: Reality Dokus in allen Facetten. Die Überbespaßung mit deutschen Schicksalen leidet langsam jedoch an der Sensationslust der Sender.
“We are Family”, “U20″, “Pures Leben” und “Mitten im Leben”, die Sender wollen die deutschen Autonormalverbraucher vorstellen, die Schicksale von ´Großfamilien zeigen, der Jugend die Chance geben, ihre Sicht der Dinge zu präsentieren und im Großen und Ganzen ein umfassendes Bild der Deutschen wieder geben.
Das fing einmal ganz interessant an, denn damals - wer erinnert sich noch - wurden in den Reality Dokus vorwiegend deutsche Familien vorgestellt, die dann doch etwas ungewöhnlich waren, einen alternativen Lebensstil hatten, oder mit 7 und mehr Kindern klar kommen mussten.
Mittlerweile überrennen uns die deutschen Schicksale tagtäglich und sehen dabei eher wie Talk Shows aus, die in die Wohnungen der Betroffenen verlegt wurden. weiterlesen »
“Bauer sucht Frau” ist Geschichte, denn was RTL mit der neuen Staffel von “Schwiegertochter gesucht” geschaffen hat, sucht wahrscheinlich noch in Jahren seinesgleichen - hoffentlich.
Das Konzept ist ja relativ simpel, besorgte Muttis suchen händeringend nach reizenden Damen, die ihren viel zu alten und viel zu hoffnungslosen Söhnen das Herz aufgehen lassen. Um das Ganze spannend zu machen, sollen sich vorzugsweise zwei Damen um den Traumprinzen streiten.
Um die Reality Doku kommt man derweil nicht wirklich herum, ob es nun eher lahme Witze von Stefan Raab sind, der sich ausschließlich über das Aussehen der Kandidaten lustig macht, oder die gnadenlose Promotion von RTL, die fast schon aufdringlich ist. weiterlesen »
Anscheinend ist das Aufpolieren von Autos und Häusern nicht mehr genug, jetzt müssen die großen Kaliber her. Das auch Trucks ein wenig Bling Bling brauchen, zeigt die neue Serie auf RTL2.

In Amerika lief die Sendung auf dem Kanal “Country Music Television”, weshalb nach dem Zielpublikum nicht lange gesucht werden muss - echte Männer.
Die Mechaniker Gruppe “Chrome Shop Mafia” erhält Briefe von Leuten, die Truckfahrer kennen, deren Vehikel dringend ein Make-Over benötigen. Das Fahrzeug wird heimlich still und leise mit einem ähnlich aussehenden Gefährt ausgetauscht und so richtig aufgestylt, während der ahnungslose Truckfahrer sich alsbald auf eine große Überraschung freuen kann. weiterlesen »
Wenn es wieder dunkler wird und die Schatten lauern, muss natürlich auch das Fernsehprogramm den düsteren Zeiten angepasst werden. Und ob man nun an Geister glaubt oder nicht, unterhaltsam sind sie allemal.
Vor ein paar Jahren hatte MTV einen Großangriff mit diversen Spukshows auf den Zuschauer gestartet, aber ein paar kreischende Jugendlich in anscheinend spukenden Gebäuden können schnell langweilig werden. Das Vierte setzt daher auf richtige Profis: die Ghost Hunters.
Jason Hawes und Grant Wilson arbeiten tagsüber als Mechaniker und Abends als Geisterjäger. Sie stellen quasi eine Art übernatürliche Mario Brothers dar, wenn man so will. Als Mitglieder der The Atlantic Paranormal Society (TAPS) erforschen sie Gegenden, in denen es anscheined spuken soll. weiterlesen »
Die 80er - peinlich, bunt und voller schlechter Musik, oder? Arte zeigt, dass das nicht wirklich der Wahrheit entspricht.
Mit “Welcome to the 80s” präsentiert Arte das, was man von der “Chart Show” auf RTL gerne einmal kriegen würde - eine informierte Rückschau auf die Musik der Vergangenheit, mit viel interessantem Filmmaterial, tatsächlich lehrreichen Wortbeiträgen und Leuten, die etwas zu der Zeit zu sagen haben, weil sie sich damit auskennen und nicht, weil sie sie toll finden oder zufällig während der 80er am Leben waren.
Jede Folge beschäftigt sich mit einem anderen Themengebiet, etwa dem Synthiepop oder dem Postpunk, so dass man nicht nur einen Einblick in die damaligen Bands, sondern auch eine gut sortierte Übersicht der Genres erhält. weiterlesen »
Ein einzigartiges TV-Experiment flimmert am 5. September über den Bildschirm. 24 Stunden am Stück senden Arte und der RBB zeitgleich eine Dokumentation über die Hauptstadt – und das in Echtzeit. Prominente Filmemacher, Newcomer und ganz normale Berliner Bürger trugen ihren Teil zu dieser Dokumentation bei, deren Format eine echte Weltpremiere darstellt.
Nicht weniger als „die längste TV-Produktion in der Geschichte des Fernsehens“ versprechen Arte und der Rundfunk Berlin-Brandenburg mit der Ausnahmedoku „24h Berlin – Ein Tag im Leben“. Insgesamt 80 Drehteams arbeiteten genau ein Jahr vor der Ausstrahlung parallel vor Ort und filmten, was ihnen vor die Linse kam.