Nostalgie ist derzeit ganz groß im Trend, nicht nur bei der Mode und der Musik, auch das Fernsehen atmet auf und schickt ein paar Klassiker ins Rennen. Da angeblich damals sowieso alles besser war als heute, freuen wir uns.
Zugegeben, die Westernfans unter uns müssen quasi bis zum Sonnenaufgang wach bleiben, denn die ab April auf dem ZDF laufende Westernnacht, die jeden 1. Samstag im Monat statt findet, startet mit jeweils zwei Western-Filmen nach dem aktuellen Sportstudio, was ungefähr halb 1 mitten in der Nacht sein sollte. Dafür gibt es aber Clint Eastwood, Marlon Brando uvm., es dürfen zur Not also Aufnahmegeräte und ansonsten viel Kaffee zur Hilfe gezogen werden. weiterlesen »
Diese Woche brannte die Luft in Hollywood, die Dreharbeiten zur aktuellen Staffel von Two and a Half Men wurden angehalten, Charlie Sheen hielt eine passionierte, wenn auch konfuse Rede im amerikanischen Fernsehen und verkrachte sich ordentlich mit eigentlich jedem.
Seit 2003 lief die Sendung um die Brüder Alan und Charlie, sowie Alans Sohn Jake, doch mit den neuen Forderungen von Sheen scheint die Serie ein Ende gefunden zu haben, denn anstelle der 1,2 Millionen Dollar Gage für jede Episode, will er nun 3 Millionen Dollar, eine neue Forderung, nachdem er sich mit den Produzenten überworfen hatte.
Zur kurzen Info, die Crew des Drehsets verdient zusammengenommen kaum das Doppelte, wie Charlie Sheen alleine. 4 Millionen Dollar gehen in den Dreh einer Episode, inklusive Sheens Gehalt, den Rest kann man sich ausrechnen.
Ob Sheen die Crew für den Drehausfall bezahlt (insgesamt 4 Episoden mussten nach dem Eklat gestoppt werden), ist fraglich, bis dato scheint es eher die Produktionsfirma zu sein, die die Kosten übernimmt, Sheen wurde sogar vom Drehort gesperrt. weiterlesen »
Dank des teuren Pay TV Sky kann sich jeder (der die Zeit dazu hat) rund um die Uhr die neuesten Filme und Fußballübertragungen anschauen. Aber ganz ehrlich, sein Geld kann man wohl eher in sinnvollere Dinge investieren.
Schon die GEZ fordert monatlich von den meisten TV Nutzern einen beachtlichen Betrag, wo man sich mitunter oft fragt, wozu man diese horrende Summe eigentlich zahlen soll. „Wetten, dass …” läuft so gut wie nie auf meinem Fernseher und viele der anderen Formate in den öffentlichen TV Anstalten werden in der Regel auch nur von einem Gähnen meinerseits begleitet. weiterlesen »
Wer sie alle nicht mehr sehen kann, die Jahresrückblicke mit den immer selben Bildern und Gästen, der ist bei der mittlerweile schon traditionellen Variante des „Switch Reloaded“-Teams gut aufgehoben. Denn hier gibt es nur Themen, die garantiert noch niemand zuvor gesehen hat. Pro7 zeigt die absurde Sketchparade am 21. Dezember um 22.15 Uhr.
Zum Jahresende kommen noch einmal einige „Switch Reloaded“-Versionen deutscher TV- und Polit-Prominenz zusammen, um ihre ganz eigene Silvester-Katastrophe zu bestehen. Peter Kloeppel führt durch die Sondersendung, die mit einer erschreckenden Meldung beginnt: „Der deutsche Weltuntergangs-Dienst hat soeben eine Weltuntergangswarnung herausgegeben. Am 31. Dezember 2010 soll um 00:00 Uhr das Jahr zu Ende gehen.“
Ach MTV, es war so schön mit dir - für eine Weile. Wie haben wir uns in den 90ern auf deine immerfrischen Musikvideos gestürzt, deine VJs waren die Besten und wussten wovon sie sprachen und wenn du mal Serien ausgespuckt hast, dann waren es hervorragende Produkte a la “Beavis & Butthead” oder “Daria”.
MTV wird bald ins Privatfernsehen abgeschoben, diese Nachricht hat sich mittlerweile herum gesprochen. Dass damit nicht wirklich ein neuer Anfang gemacht werden kann, dass wissen die Meisten wohl gleichfalls, denn gerade in Zeiten des Internets sind die Privatsender eher eine Angelegenheit für Fußballfans und wohlhabende Familien, die Wert auf aktuelle Filme legen. Musikfernsehen ist auf diejenigen angewiesen, die sich kaum in Unkosten stürzen würden, um Videos zu sehen, die es so auch im Netz gibt, zumal die wenigen selbst produzierten Programme keinen Wunsch zum Einschalten wecken.
Ein wenig bitter, aber die Entstehung von MTV Germany im Jahre 1997 schien die Ära der schlechten Unterhaltung ein zu läuten, obwohl Shows wie “Spin”, “Unter Ulmen” oder auch “Kuttner” sehr wohl zum Image des bis dato smarten Musiksenders zu passen schienen, wurden die cleveren musikalischen Formate nach und nach mit US-Importen in Form von Datingshows aller Variationen ersetzt. weiterlesen »
Eine Bühne allein macht noch keine Kultur, daher wächst der Theaterkanal über sich hinaus, schneidet alte Zöpfe ab und lässt sich jugendlich frisch einen neuen Look stehen.
Seit dem 9. Dezember 1999 lief der Theaterkanal des ZDF im digitalen Fernsehen und brachte große Theaterproduktionen in die Röhre, ob nun Klassiker oder modernes Theater, wem die regelmäßigen Ausstrahlungen des 3Sat oder arte-Senders nicht reichten, der konnte von Morgens bis Abends ein Schauspiel nach dem Anderen verfolgen, Oper und Ballett inklusive.
Allerdings scheint das Konzept etwas einengend zu sein, denn ab April 2011 soll der Sender etwas umgemodelt werden und als ZDF Kultur auch Musik, darstellende Künste oder Gaming in das Programm ein beziehen. weiterlesen »
Endlich, nachdem DMAX seid Jahren die Männerherzen höher schlagen lässt, gibt es seit einigen Monaten nun auch einen Sender nur für uns Frauen. Lohnt sich das Einschalten?
Charmed, Medium, Ghost Whisperer, Frauen mögen es übernatürlich, natürlich nur, wenn es mit Liebesgeschichten und Familiendrama gespickt ist, wer sich nicht gerne gruselt kann sich mit 90210, Ugly Betty oder den Desperate Housewives vergnügen.
An Kochshows darf es natürlich nicht fehlen, denn wir alle wissen ja, dass es als Frau nirgendwo mehr Spaß macht, als in der Küche und wer dazwischen noch etwas Zeit hat, kann sich auch noch ein paar Ratgeber zur Erziehung der lieben Kleinen ansehen, eine perfekte Mutter wird man halt nicht von heute auf morgen.
Der größte Hit auf dem Frauensender dürfte allerdings Oprah sein, die ja bekanntlich in Amerika DIE Stimme der Frauen ist und endlich auch uns Büchertipps, Ratschläge und Heulfernsehen bieten kann. weiterlesen »
HSE24 ist einer der zahlreichen Shopping Sender die sich durch die deutsche TV-Landschaft ziehen. Vom Frühstücksbrett bis zur Waschmaschine versuchen die Moderatoren einem 24 Stunden rund um die Uhr Dinge zu verkaufen. Mit ihrem Slogan „Ich seh shoppen“ führt man den Otto-Normalverbraucher von Sendung zu Sendung und teilweise auch hinters Licht.
Shopping Sender sind so ein Thema für sich. Eigentlich möchte ich sagen bevor ich HSE24 schaue schalte ich den Fernseher lieber aus. Doch auch ich habe zur eigenen Belustigung schon ein paar Shows des Shopping-Senders gesehen. Ich wusste gar nicht, dass ich sooo viele Dinge noch benötige. Manchmal erinnert diese Art des Werbefernsehens an die Comedy Street. ![]()

Casting ist offenbar kein Allheilmittel. Sind die Sommermonate im TV-Programm ohnehin von jeher eine laue Angelegenheit, fallen dieses Jahr nahezu alle neu produzierten Showkonzepte bei RTL und Pro7 gnadenlos durch. Auffällig ist dabei, dass man sich in den beiden Sendeanstalten offenbar einfach am derzeitigen Erfolgsmodell Nr. 1 festgehalten und geglaubt hat, das Konzept Casting müsste doch alleine bereits ausreichen. Die Zuschauer sehen das offenbar anders.

Wenn nicht gerade Herdplatten erhitzt, Landwirte verkuppelt oder Berater in allen Lebenslagen auf scheinbar hoffnungslose Fälle (Familien, Wohnungen, leere Bankkonten) gehetzt werden, kann man sicher sein, dass im Wettstreit um die Zuschauergunst im deutschen Privatfernsehen derzeit so ziemlich alles durchgecastet wird, was nicht bei drei auf dem Baum ist. Mit DSDS, GNTM und Popstars halten sich seit Jahren drei Formate auf konstant hohem Quotenniveau. Dass sich mit Trittbrettvarianten alleine noch keine vergleichbare Publikumsbegeisterung erzielen lässt, beweisen sich RTL und Pro7 derzeit selber.
“Public Enemy”-Frontmann Flavor Flav hatte sie gleich zweimal von der Liste möglicher Herzdamen gestrichen. Doch Tiffany Pollard, besser bekannt als „New York“, war schrill und laut genug, um bei VH1 ihre eigene Reality-Show zu bekommen. Insgesamt drei Formate wurden ihr bis heute auf den silikonverschönerten Leib geschnitten. Ihren nicht sonderlich erfolgreichen Weg ins Filmbusiness zeigt MTV unter dem Titel „New York goes to Hollywood“ jetzt auch dem deutschen Publikum.
Dass man keinerlei Talent besitzen muss, um echten Promi-Status zu erreichen, belegt die öffentliche Dauerpräsenz von Hotelerbin Paris Hilton ebenso ein- wie aufdringlich. Mittlerweile kennt Deutschland mit Kahn-Ex Verena Kerth, Produzenten-Tochter Giulia Siegel oder Pocher-Freundin Sandy Meyer-Wölden ein ähnliches Phänomen. Vorbei sind die Zeiten, als sogenannte „It-Girls“ wie Edie Sedgwick wenigstens noch als Musen durchgehen konnten. Heute genügt etwa fehlende Unterwäsche oder ein Besuch im Big-Brother-Haus, um eine langfristige Karriere auf dem roten Teppich zu starten.