HSE24 ist einer der zahlreichen Shopping Sender die sich durch die deutsche TV-Landschaft ziehen. Vom Frühstücksbrett bis zur Waschmaschine versuchen die Moderatoren einem 24 Stunden rund um die Uhr Dinge zu verkaufen. Mit ihrem Slogan „Ich seh shoppen“ führt man den Otto-Normalverbraucher von Sendung zu Sendung und teilweise auch hinters Licht.
Shopping Sender sind so ein Thema für sich. Eigentlich möchte ich sagen bevor ich HSE24 schaue schalte ich den Fernseher lieber aus. Doch auch ich habe zur eigenen Belustigung schon ein paar Shows des Shopping-Senders gesehen. Ich wusste gar nicht, dass ich sooo viele Dinge noch benötige. Manchmal erinnert diese Art des Werbefernsehens an die Comedy Street. ![]()

Casting ist offenbar kein Allheilmittel. Sind die Sommermonate im TV-Programm ohnehin von jeher eine laue Angelegenheit, fallen dieses Jahr nahezu alle neu produzierten Showkonzepte bei RTL und Pro7 gnadenlos durch. Auffällig ist dabei, dass man sich in den beiden Sendeanstalten offenbar einfach am derzeitigen Erfolgsmodell Nr. 1 festgehalten und geglaubt hat, das Konzept Casting müsste doch alleine bereits ausreichen. Die Zuschauer sehen das offenbar anders.

Wenn nicht gerade Herdplatten erhitzt, Landwirte verkuppelt oder Berater in allen Lebenslagen auf scheinbar hoffnungslose Fälle (Familien, Wohnungen, leere Bankkonten) gehetzt werden, kann man sicher sein, dass im Wettstreit um die Zuschauergunst im deutschen Privatfernsehen derzeit so ziemlich alles durchgecastet wird, was nicht bei drei auf dem Baum ist. Mit DSDS, GNTM und Popstars halten sich seit Jahren drei Formate auf konstant hohem Quotenniveau. Dass sich mit Trittbrettvarianten alleine noch keine vergleichbare Publikumsbegeisterung erzielen lässt, beweisen sich RTL und Pro7 derzeit selber.
“Public Enemy”-Frontmann Flavor Flav hatte sie gleich zweimal von der Liste möglicher Herzdamen gestrichen. Doch Tiffany Pollard, besser bekannt als „New York“, war schrill und laut genug, um bei VH1 ihre eigene Reality-Show zu bekommen. Insgesamt drei Formate wurden ihr bis heute auf den silikonverschönerten Leib geschnitten. Ihren nicht sonderlich erfolgreichen Weg ins Filmbusiness zeigt MTV unter dem Titel „New York goes to Hollywood“ jetzt auch dem deutschen Publikum.
Dass man keinerlei Talent besitzen muss, um echten Promi-Status zu erreichen, belegt die öffentliche Dauerpräsenz von Hotelerbin Paris Hilton ebenso ein- wie aufdringlich. Mittlerweile kennt Deutschland mit Kahn-Ex Verena Kerth, Produzenten-Tochter Giulia Siegel oder Pocher-Freundin Sandy Meyer-Wölden ein ähnliches Phänomen. Vorbei sind die Zeiten, als sogenannte „It-Girls“ wie Edie Sedgwick wenigstens noch als Musen durchgehen konnten. Heute genügt etwa fehlende Unterwäsche oder ein Besuch im Big-Brother-Haus, um eine langfristige Karriere auf dem roten Teppich zu starten.
Parallel zum Filmstart des vierten Teils der “Terminator”-Reihe präsentieren Warner Brothers und Regisseur McG ein echtes Novum, das direkt den Labors von Skynet entstammen könnte. Eine zunächst 6-teilige Animationsserie erzählt die Vorgeschichte der Widerstandskämpferin Blair Williams (Moon Bloodgood) und nutzt dabei die Engine des offiziellen Videogames. Das Ergebnis ist verblüffend.
Während der äußerst erfolgreichen Animationsserie „Star Wars: The Clone Wars“ (in Deutschland auf Pro7) als Prequel zur legendären Filmreihe gleich mal die Gründung eines eigenen Studios voranging, schlugen die Macher von „Terminator Salvation: The Machinima Series“ einen ganz anderen Weg ein. Die Wurzeln für die zugrundeliegende Technologie liegen in Deutschland.
Hauptsache, das Kind hat einen Namen. Für die Wiederholung von Hollywood-Blockbustern und die Ausstrahlung einiger Free-TV-Premieren am Donnerstagabend hat die ARD das Label „Sommerkino“ erfunden. Den Anfang macht am 4. Juni um 23.02 Uhr Steven Spielbergs „Krieg der Welten“ mit Tom Cruise. In den darauffolgenden Wochen lockt das Erste mit so illustren Namen wie Penélope Cruz, Brad Pitt, Cate Blanchett, Jennifer Lopez und Daniel Craig.

Bis dato kannte man Außerirdische bei Steven Spielberg eigentlich nur friedliebend. Das änderte sich 2005 schlagartig mit seiner Verfilmung des Science-Fiction-Klassikers von H.G. Wells. 1938 hatte Orson Welles mit seiner Hörspielfassung des Romans für einige Panik gesorgt. Seine Version in Form einer fiktiven Reportage war derart realistisch ausgefallen, dass so mancher, der sein Radio mittendrin eingeschaltet hatte, tatsächlich an eine echte Alien-Invasion glaubte.
Im Einkaufen und Abkupfern britischer, holländischer oder amerikanischer Erfolgsformate sind hiesige TV-Sender bekanntlich ganz groß. Die derzeit erfolgreichsten Shows der Privaten - DSDS, Germany´s Next Topmodel, Ich bin ein Star - holt mich hier raus, Das Supertalent – beruhen allesamt auf Lizenzen aus dem Ausland. Jetzt wagen sich Pro7 und Sat1 parallel an eingedeutschte Versionen eines US-Quotenrenners: Promis suchen den Partner fürs Leben. Für den Münchener Sender geht Produzententochter Giulia Siegel ins Rennen.

Mit einer besonders wilden Version der amerikanischen Datingshow „The Bachelor“ hatte das Produzententrio Chris Abrego, Mark Cronin und Ben Samek im Januar 2006 im Grunde eine Gelddruckmaschine erfunden. „Flavor of love“, das erfolgreichste Programm, das der US-Sender VH1 bis dato ausgestrahlt hatte, zeigte den Public-Enemy-Frontmann Flavor Flav drei Staffeln bei der äußerst abstrusen Suche nach seiner Herzdame. Am Ende heiratete er dann zwar doch die Mutter seines jüngsten Kindes, aber das änderte am Erfolg der zahlreichen, in der Zwischenzeit entstandenen Spin-Offs rein gar nichts.
Eine Kooperation zwischen Pro7-Alleskönner Stefan Raab und dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk wird es nicht geben. Die ARD hatte Interesse an einer Zusammenarbeit bekundet, um beim nächsten Eurovision Song Contest besser dazustehen als in den vergangenen Jahren. Doch Raab, der zuvor bereits dreimal erfolgreich am größten Musikwettbewerb der Welt teilgenommen hatte, sagte dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ nun, dass die Sache für ihn nicht in Frage käme.

Als ob das Armutszeugnis für den NDR nicht schon groß genug gewesen wäre: Mit einer gewissen Großspurigkeit hatte man dem gebührenzahlenden Zuschauer im vergangenen Jahr einfach mal die Bewertungskompetenz für den deutschen Beitrag beim Eurovision Song Contest abgesprochen und lieber selber entschieden. Das Ergebnis: Ein wenig rühmliche Platz 20 für „Miss Kiss Kiss Bang“ von Erfolgsproduzent Alex Christensen.
In Deutschland nimmt man die Sache aufgrund ausbleibender Erfolge schon lange nicht mehr sonderlich ernst. Dabei ist der Eurovision Song Contest immer noch der wichtigste Musikwettbewerb der Welt. 42 Teilnehmernationen, über 50 Übertragungsländer und prognostizierte 100 Millionen Zuschauer sprechen eine deutliche Sprache. Ausrichter der diesjährigen 54. Ausgabe der Veranstaltung am 16. Mai ist Russland.
Ministerpräsident Wladimir Putin hatte der Moskauer Olympia-Halle am Probenwochenende höchstpersönlich einen Besuch abgestattet. Für den Regierungschef ist der traditionsreiche Song Contest ein wichtiges Politikum. Mit über 2000 Journalisten, die aus der russischen Hauptstadt über die Veranstaltung berichten, ist die Gelegenheit ideal, das eigene Image ein bisschen aufzupolieren. Dass die Regierung hier genau hinsieht, muss also nicht wenig wundern.
Wer die leise Hoffnung hatte, die tägliche Dauerbefeuerung mit öffentlichkeitswirksamen Aktionen seitens der blonden Ex-DSDS-Kandidatin sei mit ihrem Ausscheiden aus der Show erledigt, hat sich getäuscht. In einem Radio-Interview machte sie RTL nun eine ganze Reihe Vorwürfe und beschimpfte Chefjuror Dieter Bohlen ganz nebenbei als „Arschloch“.
Hatte sie seit ihrem Ausscheiden aus dem Halbfinale der erfolgreichen Casting-Show bisher vor allem damit aufgetrumpft, jede Menge Schauspiel- und Auftrittsangebote bekommen zu haben (u.a. ein vierwöchiges Gastspiel bei GZSZ), hat sich Annemarie Eilfeld jetzt dazu hinreißen lassen, heftig über RTL und das DSDS-Team vom Leder zu ziehen.
Ab 8. Juni fügt RTL der ungebrochenen Casting-Mania ein weiteres Format hinzu. 12 Nachwuchsschauspielerinnen kämpfen um eine Rolle im zweiten Teil der erfolgreichen „Twilight“-Saga nach den Romanen von Stephenie Meyer („Bis(s) zum Morgengrauen“). Mentor und Juror der bereits seit März in Los Angeles aufgezeichneten Show ist Schauspieler, Produzent und Regisseur Til Schweiger.
Wenig Begeisterung rief im vergangenen Jahr Michael Herbigs zum Mehrteiler ausgedehnte Darstellerauswahl „Bully sucht die starken Männer“ hervor. Schnell sanken die Quoten, und die Idee war ausgereizt, bevor sie überhaupt in die Gänge kam. Anders soll es nun für Til Schweigers RTL-Abstecher ins Casting-Geschäft aussehen.