Sam Lowry arbeitet als kleiner Angestellter bei einem großen Konzern. Als kleiner Bürokrat versucht er so einfach wie möglich durch den Alltäglichen Berufssumpf zu kommen. Einzig seine exzentrische Mutter träumt für ihn den Traum von Aufstieg und gesellschaftlicher Anerkennung. Sam selbst flüchtet sich lieber in diffuse Tagträume, um dem alltäglichen Einerlei zu entgehen.

Bis Sam Lowry eines Tages damit beauftragt wird, einem Aktenfehler nachzugehen. Ein „Mr. Buttle“ wird irrtümlich für einen Terroristen gehalten und hingerichtet. Der Terrorist heißt aber „Mr. Tuttle“. Das kann die Firma so nicht hinnehmen und versucht, den Fehler zu korrigieren…

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Wer Terry Gilliam kennt, weiß, was auf ihn zukommt. Das ist keine stupide Sci-Fi-Soap. Das ist Unterhaltung auf hohem, hintersinnigem Niveau ohne allzu ernsthaft zu sein.

Terry Gilliam, der mit der Monty Python-Truppe („Das Leben des Brian“) bekannt wurde, und als Regisseur, Schauspieler, Drehbuchautor Weltbekannt wurde, machte Filme wie „12 Monkeys“, „Fear and Loathing in Las Vegas“, oder „Der König der Fischer“ mit namhaften Schauspielern vom Schlage eines Bruce Willis, Robin Williams, Johnny Depp oder Robert de Niro. Mit Brazil gelang ihm sein erster Blockbuster, ohne mit den Pythons in Verbindung gebracht zu werden.

Brazil ist eine Schrille, verdrehte Welt in der die Bürokratie alles und jeden in seinen Klauen hat. Ohne den berühmten Stempel auf dem Papier geht nichts. Wer sich dem widersetzt, wer ein wenig freier sein will, der ist ein Terrorist und „Gefährder“ und muss aus dem Weg geschafft werden. Es ist eine trostlose, konformistische Welt.

Ursprünglich an den Roman „1984“ von George Orwell angelehnt, zeigt dieser Film erstaunliche Parallelen auf zu unserer eigenen Wirklichkeit. Wer nur einmal mit unserer Bürokratie zu tun hatte, weiß, wovon ich rede.

Brazil läuft heute, dem 23.6. auf Arte um 21:00 Uhr.

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