Selbst die wenigen, die den Film nicht gesehen haben, kennen die legendäre Mordsequenz unter der Dusche, die „Psycho“ für alle Zeiten im kollektiven Unterbewusstsein verankert hat. Jetzt widmet sich eine neue US-Serie der Jugend des späteren Serienmörders und der verhängnisvollen Beziehung zu seiner Mutter.

Mehrere Fortsetzungen und sogar ein nahezu identisches Remake hat Hitchcocks berühmter schwarzweißer Klassiker nach sich gezogen, doch ans Original reichte keiner der Folgefilme heran. Jetzt wagt „Lost“-Mitproduzent Carlton Cuse eine neue TV-Serie, die sich der Vorgeschichte von Hauptfigur Norman Bates widmet.

So ganz neu ist die Idee nicht, denn bereits in „Psycho 4 – The Beginning“ war die Jugend des Killers zentrales Thema. Der damals noch mit Anthony Perkins besetzte TV-Film ließ Bates in einer Radiotalkshow von seiner Vergangenheit erzählen. Ob sich „Bates Motel“ aber an die dort entwickelte Geschichte hält, darf man wohl bezweifeln.

In vielerlei Hinsicht will man nämlich neue Wege gehen. Der radikalste Schritt dabei ist es wohl, die Handlung in die Gegenwart zu verlagern – eine Entscheidung, die so manchen Fan des Originals oder gar von Robert Blochs Romanvorlage auf die Palme bringen mag. Der produzierende Sender allerdings zeigte sich vom Pilotfilm begeistert und gab sofort einmal eine 10-teilige Serie in Auftrag.

Einen ähnlichen Prequel-Ansatz verfolgt übrigens derzeit noch eine zweite neue Serie. In „Hannibal“ spielt Mads Mikkelsen („Casino Royale“) für NBC den etwas jüngeren Hannibal Lecter. Beide Produktionen sind in den USA noch nicht gestartet. Ob sie auch in Deutschland zu sehen sein werden, ist bislang nicht bekannt.

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