Weiterhin gilt: Auf RTL Nitro gibt es „Fernsehen für Helden“ – was auch immer das heißen mag. Im Herbstprogramm jedenfalls bietet der Spartensender ohne allzu klares Profil eine Reihe neuer Inhalte, darunter die US-Mystery-Serie „Alcatraz“ aus der Produktionsstätte von J.J. Abrams. Beginn ist der 19. September.

Doch die Vorfreude hält sich in Grenzen, wenn man weiß, dass über die 13 Folgen der ersten Staffel hinaus keine Weiterführung der rätselhaften Geschichte mehr zu erwarten ist. Wegen stark gesunkener Quoten nach einem guten Start wurde die Serie im Mai bereits wieder abgesetzt.

Für Erfolgsproduzent J.J. Abrams ist das eher der Ausnahmefall und für ihn zuvor erst einmal mit „Undercovers“ passiert. Ansonsten halten sich von ihm initiierte Serien lange und ausgiebig im Progamm. Bekannteste Beispiele: „Lost“, „Alias“ und „Fringe“. Doch vielleicht war das Mystery-Konzept von „Alcatraz“ einfach zu durchsichtig.

Die Grundidee ist durchaus interessant. 1963 verschwinden alle Insassen und Wächter des berühmten Gefängnisses spurlos. Offiziell hingegen wird die Insel aus Gründen mangelnder Sicherheit geschlossen, doch das ist selbstverständlich nur die Version für die Öffentlichkeit. Als die Verschwundenen in der Gegenwart nach und nach zurückkehren, ohne zu wissen, was mit ihnen geschehen ist, wird die Sache noch mysteriöser. Nicht allerdings für die US-Regierung, denn die hat für diesen Fall bereits eine geheime Einheit eingerichtet.

Die Serie ist mit Sam Neill und „Lost“-Alumnus Jorge Garcia vergleichsweise prominent besetzt, doch den langfristigen Erfolg konnte auch das nicht sichern. Ein bemerkenswerter Nebeneffekt war ein kurzfristiges neuerwecktes Interesse an der realen Gefängnisinsel.

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