Vier Jahrzehnte nach den Ereignissen, die weltweit für Entsetzen sorgten, zeigt das ZDF am 19. März eine Aufarbeitung in Form eines aufwendig gemachten TV-Films. Es ist zugleich die erste fiktionale Fernsehproduktion, die das Drama der Olympischen Spiele 1972 aus deutscher Sicht betrachtet.
Bereits 2005 hatte sich Steven Spielberg in „Munich“ des Themas angenommen, dabei aber vor allem die Nachwirkungen jenes schicksalhaften 5. Septembers in den Fokus genommen und eine düstere Rachegeschichte inszeniert. „München´72“ hingegen konzentriert sich ganz auf die Ereignisse vor Ort.
Man kann es kaum glauben, aber Sat1 holt tatsächlich Anwalt Ingo Lenßen zurück auf den Bildschirm, und das nicht etwa mit ohnehin laufenden Wiederholungen. Ab dem 5. März gibt es neue Folgen der Serie, diesmal allerdings unter dem schlichten Titel „Lenßen“. Auch der Drehort hat sich geändert. Statt München muss jetzt Essen herhalten.
Bei Sat1 gilt offenbar weiterhin das Motto: Zurück zu alten Zeiten. Begonnen hatte die Retro-Welle recht erfolglos mit dem Wiedereinkauf von Johannes B. Kerner. Prestige-, aber auch nicht wirklich quotenträchtiger geriet die Rückkehr der Harald-Schmidt-Show. Völliges Scheitern erfuhr schließlich der Versuch, „Wolffs Revier“ fortzusetzen, denn den Pilotfilm wollte kaum jemand sehen.
Eigentlich hat es nie eine Zeit gegeben, zu der nicht auf irgendeinem öffentlich-rechtlichen oder privaten Sender eine mehr oder weniger vollständige Wiederholung der beliebten Krimiserie um den Privatdetektiv Thomas Magnum ausgestrahlt wurde. Warum das ZDF sich jetzt allerdings ausgerechnet für eine Belegung des Nachtprogramms entschieden hat, ist kaum ersichtlich.
162 Folgen entstanden von 1980 bis 1988 in 8 Staffeln, danach ging „Magnum P.I.“, wie die Serie im Original heißt, in den wohlverdienten und versöhnlichen Ruhestand. Später gab es immer wieder Gerüchte um ein Remake fürs Kino, doch Hauptdarsteller Tom Selleck weigerte sich, ein solches Vorhaben in Form einer Gastrolle quasi abzusegnen: Die Serie habe bis heute eine sehr loyale Fanbase, gab er zu bedenken, und einen solchen Schritt würde ihm zu Recht niemand verzeihen. Man kann ihm nur zustimmen.
Wieder einmal dauerte es eine halbe Ewigkeit, bis eine interessante Produktion der BBC ihren Weg ins deutsche Free-TV geschafft hat. Bereits im Mai 2010 hatte es „Die Triffids“ auf Sky zu sehen gegeben, danach war der Zweiteiler im vergangenen Oktober auf DVD erschienen. Jetzt zeigt ihn Pro7 am 5. und 12. März jeweils um 21.10 Uhr.
Lebende fleischfressende Pflanzen, die umherlaufen und Menschen jagen – absurder geht es kaum. Und doch ist das die Grundidee von „The Day of the Triffids“, einem Klassiker der Science-Fiction-Literatur von John Wyndham. Verfilmt wurde der Roman bereits dreimal, erstmals 1962 fürs Kino, danach zweimal als TV-Mehrteiler. Die Fassung von 1981 schaffte es jedoch nie nach Deutschland.
Noch bevor die zugehörige Mystery-Serie in den USA überhaupt gestartet ist, zeigt Pro7 am 27. Februar bereits den Pilotfilm zu „Touch“ mit Kiefer Sutherland in der Hauptrolle. Selten zuvor hat man hierzulande derart schnell reagiert, denn die Erstausstrahlung ist gerade mal einen knappen Monat her.
Wenn eine neue TV-Serie in Produktion gehen soll, wird in aller Regel zunächst ein Testballon gestartet. Die sogenannten „Piloten“ dienen mal bloß für interne Zwecke und werden nur einem ausgewählten Publikum gezeigt, mal strahlt man sie ganz regulär aus, um ihren Marktwert abschätzen zu können. Sat1 etwa wollte mit „Wolff – Kampf im Revier“ überprüfen, ob eine Wiederbelebung der alten Serie Sinn macht und entschied sich aufgrund geringen Zuschauerinteresses schließlich dagegen.
Eigentlich sollte man meinen, auf eine weitere Talkshow im öffentlich-rechtlichen Senderumfeld ließe sich problemlos verzichten. Was aber, wenn bereits die Namen der Moderatoren nach einem vielversprechend anderen Ansatz klingen? Charlotte Roche und Jan Böhmermann jedenfalls stehen ab dem 4. März ganz sicher nicht für Einheitsware.
Wer auf Anhieb auch nur ein einziges reguläres Sendeformat von ZDFkultur benennen kann, gehört zu einer echten Minderheit. Bislang hat der Sparten-Ableger des Zweiten jedenfalls eher wenig Aufmerksamkeit auf sich lenken können. Mit „Roche & Böhmermann“ dürften die Mainzer allerdings zumindest kurzfristig ein bisschen Publicity generieren, denn die Paarung lässt auf Ungewöhnliches hoffen.
Castingformate, die von den Öffentlich-Rechtlichen entwickelt werden, sind vor allem eins: unfassbar langweilig und so politisch korrekt, dass man es kaum ertragen kann. Jetzt versucht sich das ZDF mit „Ich kann Kanzler!“ erneut an einem Konzept, das schon beim ersten Mal nicht funktioniert hat. Erfreulich dabei ist lediglich, dass es nur eine einzige Show geben wird.
Wenn nicht gerade Stefan Raab seine Finger im Spiel hat, ist Casting als Unterhaltungsformat bei den gebührenfinanzierten Sendern einfach eine Katastrophe. Egal ob Chöre, Volksmusik- oder Musicalstars gesucht werden, dem Zuschauer bleibt nur entnervtes Wegschalten übrig. Dem Bildungsauftrag gemäß sucht das ZDF jetzt bereits zum zweiten mal Polit-Talente. Doch wen soll das interessieren?
Ab dem 14. März versuchen sich zwölf mehr oder weniger Prominente in der mittlerweile 5. Ausgabe von „Let’s Dance“ wieder als Tanztalente. Mehrere Jury- und Moderatorenwechsel hat die Show bisher problemlos überlebt, und gute Quoten sind so auch dieses Jahr zu erwarten.
Vorjahresgewinnerin Maite Kelly, jüngestes Mitglied der legendären Kelly-Family, hat sich mit der Teilnahme an der vergangenen Staffel einen echten Gefallen getan. Nicht nur, dass sie sich endlich getraut hat, ihre heimliche Leidenschaft, das Tanzen nämlich, einmal gänzlich auszuleben, sie hat auch ihrer Solo-Karriere einen ordentlichen Anstoß verpasst. Dieses Jahr sitzt sie in der Jury der RTL-Tanzshow und ersetzt damit Harald Glööckler.