Ermittlerromane aus skandinavischen Ländern haben weiterhin Hochkonjunktur. Nach Henning Mankell ist Hakan Nesser der bekannteste Krimiautor Schwedens. Den ersten Fall seines Ermittlers Inspektor Barbarotti hat DasErste jetzt in Eigenregie verfilmt. Ausgestrahlt wird „Mensch ohne Hund“ am 10. Juni um 20.15 Uhr.
Mardaam ist in keinem Atlas zu finden. Für die Leser des ehemaligen Gymnasiallehrers Hakan Nesser dient die fiktive Hauptstadt jedoch als unverzichtbare Kulisse des erfolgreichen „Van Veeteren“-Krimizyklus. Im Fernsehen bekam die Stadt sogar ein Gesicht, und das sah ziemlich holländisch aus. 2007 zeigte die ARD alle Folgen der vom schwedischen Sender SVT produzierten Filmversionen der Reihe. Jetzt hat sich dasErste selber an die Verfilmung eines Nesser-Stoffs gemacht.
Es soll ja Menschen geben, die mit den Leben von Verwaltern eines Schrotthandels nichts anfangen können, ebenso soll es Leute geben, die gar nicht genug kriegen können vom Leben anderer Menschen, die irgendwie männlich-anders sind. Für all jene und mehr ist wohl die neue vierteilige Doku auf dem ZDF.
Die Niebels leben seit vier Generationen in einem winzigen Örtchen im Harz, was natürlich nicht heißt, dass Papa Wilfried nicht trotzdem seine Träume leben kann. Zusammen mit seinen Söhnen Tilo und Ulf leitet er eine Bike-Schmiede. Die meist klassischen Prachtstücke werden gerne mal auf Veranstaltungen zur Schau gestellt, oder dürfen mit Brautpaaren geschmückt durch die Gegend fahren.
Vorerst sind es nur vier Teile, weshalb man davon ausgehen kann, dass es wirklich um das Leben des Familienunternehmens geht und nicht etwa wie bei den Ludolfs vor allem um deren Spleens und Eigenheiten.
Und wenn man einen Blick auf ihre Homepage wirft, muss man fest stellen, dass die Niebels sehr wohl professionell an die Sache heran gehen, so dass vor allem Motorradfans aber auch Liebhaber alter Mobile auf ihre Kosten kommen werden und da das ZDF es gerne familiär mag, wird es sicher auch den ein oder anderen romantischen Hochzeitsmoment zum schmachten geben. Besonders die aufgemotzten Motorräder lassen mit witzigen Ideen, viel Feingefühl und Liebe zum Objekt jeden Biker vor Freude seufzen, denn was die Niebels so im Laufe der Jahre zusammen geschraubt haben, ist nicht von schlechten Eltern.
Motoröl und Brautsträuße, na wenn da nicht was für jeden dabei ist.
Ab dem 19.6. jeden Samstag um 19:50 im ZDF.
Genre: Doku, Autos, Motorräder
Talkshows in Deutschland sehen so aus, dass Autonormalverbraucher über ihre peinlichen Probleme reden, vor laufender Kamera in schlecht sitzender Kleidung und ohne Duden. Talkshows in den USA sind da etwas anders.
Mit Oprah Winfrey als Fan und Mentor kann man wohl nur berühmt werden, so erging es zumindest der Fernseh-Köchin Rachel Ray, als sie von der Queen der Talkshows für eine eigene Sendung unter Vertrag genommen wurde, denn anscheinend muss heutzutage jeder amerikanische Celebrity seine eigene Talkshow haben, um im Gespräch zu bleiben.
Praktisch ist sowas natürlich vor allem, wenn man andere Celebrities treffen möchte, denn die reissen sich förmlich um Auftritte in den glänzenden und meist recht inhaltslosen Formaten. Gratis dazu gibt es Kochtipps von Rachel, ein wenig so wie in diversen ARD-Sendungen, nur jung und hip. weiterlesen »
Der Fernsehgarten gehört seit fast 25 Jahren zu den erfolgreichsten Formaten des ZDF. Auf dem Mainzer Lerchenberg geben sich bei strahlendem Sonnenschein viele internationale Stars und Sternchen die Klinke in die Hand. Auch am kommenden Sonntag, den 30. Mai wird Andrea Kiewel mit ihren Gästen wieder für beste Unterhaltung sorgen.
Direkt neben der Sendezentrale des Zweiten Deutschen Fernsehens erhebt sich der Lichtenberg, auf dem Sonntags einiges an buntem Treiben geboten wird. Seit dem 29. Juni 1986 sendet das ZDF im Sommer live aus dem Fernsehgarten. Der Sendeplatz und die Show haben sich schon zu einer Art Kult gemausert, und jede Woche schalten bis zu 3 Millionen Zuschauer ein. Auch die Tickets vor Ort sind beliebt, und sollten vor einem Besuch reserviert werden, um einen Sitzplatz für eine der erfolgreichsten Shows im deutschen Fernsehen zu ergattern.
Der Fernsehgarten im ZDF - Ein Evergreen im deutschen TV
Das Erfolgskonzept des ZDF Fernsehgartens lässt sich vermutlich mit der Vielseitigkeit des Formats begründen. Zu einem perfekten Sendetermin wird familiengerechte Unterhaltung geboten, die jede Altersgruppe weiterlesen »
Im gegenwärtigen TV-Business steht kein zweiter Serienmacher so eindeutig für garantierte Erfolge wie J.J. Abrams. Während in den USA gerade die letzte Staffel seines Überfliegers „Lost“ zuende geht, wirft bereits seine nächste Produktion ihre Schatten voraus: „Undercovers“ verspricht Action, Comedy und einen Schuß Romantik.
Auch wenn er bereits 20 Jahre im Geschäft ist, begann die öffentlich wahrgenommene Karriere von J.J. Abrams erst ab 2001. Da nämlich brachte er mit „Alias“ eine Spionageserie auf den Bildschirm, die problemlos mit teuer produzierten Kinofilmen mithalten konnte. Quentin Tarantino war gar so begeistert, dass er unbedingt eine Gastrolle haben wollte (die er dann selbstverständlich auch bekam). Mit seiner neuen Serie kehrt Abrams ein Stück weit hierhin zurück, denn die Hauptfiguren in „Undercovers“ sind zwei Ex-Agenten des CIA.
Nein, es handelt sich hier nicht um eine abgespeckte Version der 80er Boygroup New Kids on the Block, sondern um eine niederländische Comedy-Show. Dass die Niederländer ungemein sympathisch sind, weiß man ja, aber wie sieht es mit dem Humor aus?
Drei Vokuhila tragende Vollspacken machen eine Kleinstadt in Holland unsicher, mit viel Dosenbier, 90er Jahre Technomusik und genügend schlechter Ideen zum Zeitvertreib des drögen Alltags.
Lange ist es her, seit man so richtige Assis im Fernsehen gesehen hat, von “Little Britain” einmal abgesehen. Dass das Comedyformat um peinliche Menschen, die irgendwann in den 90ern stehen geblieben sind, aber noch nicht aus der Mode gekommen ist, zeigt das holländische Format “New Kids”, tatsächlich nach der Gruppe benannt, was aber auch die letzte Gemeinsamkeit mit der Band sein dürfte. weiterlesen »
Hillary Clinton weigerte sich, den Film auch nur anzusehen, und zog trotzdem mächtig über ihn her. Das weiße Haus äußerte sich überhaupt nicht und ließ nur wissen, dass der Gegenstand keiner Würdigung wert sei. Die Rede ist von „Death of a President“, einem fiktiven Dokumentarfilm, der ein Szenario durchspielt, das die USA nach der Ermordung von George W. Bush zeigt. Auf 3Sat gibt es den Stein des Anstoßes am 1. Juni um 23 Uhr zu sehen.
Als „Death of a President“ am 10. September 2006 auf dem Internationalen Filmfestival Toronto seine Premiere erlebte, waren die Macher vermutlich gut auf den Aufruhr vorbereitet, den ihr Film auslösen würde. Im Stil einer Dokumentation hatten sie sich überlegt, was wohl aus Amerika werden würde, wenn der damalige Präsident Bush einem Attentat zum Opfer fallen und durch seinen Vize Dick Cheney ersetzt würde.
Endlich, nachdem DMAX seid Jahren die Männerherzen höher schlagen lässt, gibt es seit einigen Monaten nun auch einen Sender nur für uns Frauen. Lohnt sich das Einschalten?
Charmed, Medium, Ghost Whisperer, Frauen mögen es übernatürlich, natürlich nur, wenn es mit Liebesgeschichten und Familiendrama gespickt ist, wer sich nicht gerne gruselt kann sich mit 90210, Ugly Betty oder den Desperate Housewives vergnügen.
An Kochshows darf es natürlich nicht fehlen, denn wir alle wissen ja, dass es als Frau nirgendwo mehr Spaß macht, als in der Küche und wer dazwischen noch etwas Zeit hat, kann sich auch noch ein paar Ratgeber zur Erziehung der lieben Kleinen ansehen, eine perfekte Mutter wird man halt nicht von heute auf morgen.
Der größte Hit auf dem Frauensender dürfte allerdings Oprah sein, die ja bekanntlich in Amerika DIE Stimme der Frauen ist und endlich auch uns Büchertipps, Ratschläge und Heulfernsehen bieten kann. weiterlesen »
Ein bisschen sieht es so aus, als würde Arte hier eine deutsche TV-Premiere bieten. Dem ist aber nicht so, denn unter dem Titel „Kommissarin Lund – Das Verbrechen“ lief „The Killing“ (OT: „Forbrydelsen“) bereits Ende 2008 im ZDF. Wer die insgesamt 10 Doppelfolgen damals verpasst hat, bekommt jetzt eine zweite Chance.
In ihrem Heimatland Dänemark erreichte die spannende Krimiserie um den brutalen Mord an einer 19-jährigen Schülerin Einschaltquoten bis zu 70 Prozent. Davon können Programmacher hierzulande selbstredend nur träumen. Zwei Emmy-Nominierungen für Serie und Hauptdarstellerin gab es obendrein.
Man könnte ja meinen, dass es kontraproduktiv für ein einheitliches Deutschland ist, wenn man ständig auf die Eigenheiten der Ostler und Westler pocht, allerdings handelt es sich hierbei um eine Produktion des MDR, also bleiben die plumpen Stereotype sicherlich zu hause.
Robert Burdy sucht in der Dokumentation alte Plätze der ostdeutschen Geschichte auf und beleuchtet vor allem die Aspekte, die in den Geschichtsbüchern fast schon verschwiegen wurden. Das Bernsteinzimmer, Kunstraub und Raddampfer, vielleicht ein wenig konzeptlos, aber sicherlich aufschlussreich führt der Kölner durch ein Stück Geschichte und hebt vor allem die wissenschaftlichen und kulturellen Einflüsse der damaligen Zeit hervor, so dass Politik zwar niemals völlig weg zu denken ist, aber auch mal im Hintergrund verschwindet, um die Seiten der ostdeutschen Geschichte zu auf zu zeigen, von denen man sonst niemals hört. weiterlesen »