Allein schon die Konstellation des Moderatorenteams ließ im Vorfeld von „Singing Bee“ das Schlimmste vermuten. Oliver Petzokat, vom fast-rappenden Schmusesänger zum Allround-Moderator mutiert, und Senna Guemmour, gecastetes Girlgroup-Mitglied, sind nicht gerade Zutaten für eine erfolgversprechende Show.

Doch wie immer muss man sich als Fernsehzuschauer überraschen lassen können, denn der Faktor Spaß beim Betrachten der Sendung ist ein kein unwesentlicher und so ist es nicht verwunderlich, dass man am Ende sogar sagen konnte auf wunderbare Weise unterhalten worden zu sein. Denn ähnlich wie beim Karaoke, dem auch nur ein gewisser Teil der Bevölkerung zugetan ist, basiert „Singing Bee“ auf der musikalischen Inkompetenz der Kandidaten. Weder Aussehen, Stimme noch Melodie spielten hierbei eine Rolle – lediglich der Text musste sitzen. Den Kandidaten wird ein Song angespielt und ihre Aufgabe ist es, den Text lückenlos widergeben zu können.

Das Wunderbare an „Singing Bee“ war wirklich die Kandidaten, die sich als bodenständig und Behüter des deutschen Liedgutes herausstellten. Gewinner Ronny konnte am Ende sogar die 50.000 Euro mit nach Hause nehmen, obwohl ihm der Text von „Wir sind Helden“ scheinbar als Eingebung offeriert wurde.

Gut, dass bei „Singing Bee“ wirklich die Kandidaten im Vordergrund stehen, denn weder Oli P. noch Senna konnte überzeugen, aber letztendlich wird die Sendung vom Spaß getragen, überraschenderweise ein unterhaltsamer Auftakt in den Fernsehabend.

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